Weg und Ziel

Der Weg war niemals das Ziel – sondern das Ankommen. Den Luser befriedigt der Weg – das Ankommen den Sieger. Die Erkenntnis paart sich mit dem Schmerz des Versagens – und erkennt dabei, keines von beiden. Das Ziel ist eine Illusion und der Weg sein Schatten…

Kannst Du dich noch daran erinnern ...

Kannst Du dich noch daran erinnern wie Du einst zu mir sagtest, dass Du mich liebst,  

und wie dein Körper vor Leidenschaft brannte, wie nie zuvor?

Erinnerst Du dich noch an die Liebe, die uns beiden die Sinne raubte und wie Du noch sagtest, dass meine Hände zu brennen begannen, wenn sie dich berührten …

Kannst Du dich noch erinnern, als sich unsere Herzen ineinander ergossen und wir im Meer unserer Gefühle dem Ertrinken nahe waren, uns gegenseitig einatmeten, als gebe es keinen Morgen ...  Und kannst Du dich an den Morgen erinnern, welcher viel zu früh den Tag erweckte, viel zu früh für unser ausgeschüttetes Herz …

Ich schlief,  war versunken in mir, und konnte dich nicht spüren, als du gingst …

Deine Bettseite war noch warm, als ich dich suchte und nur noch meine Gedanken trugen die verspielte Leidenschaft der letzten Nacht …

Du warst nicht da und der Morgen trug die Bitterkeit in sich, welche der Abend nicht ausgleichen konnte. Diese Leere ergoss sich in den Erwartungen des Tages, welcher noch so jungfräulich mit seiner Morgenröte den anfänglichen Tag flutete.

Ich blickte aus dem Fenster und beobachtete das Treiben auf der Straße. Deine Bettseite blieb leer. So aufgewühlt als hättest du letzte Nacht etwas vergessen. Und wieder durchbrach ein Schrei mein Herz nach Nähe die der Morgen um keinen Preis erwärmen konnte und ich verstummte mit den Morgen, welcher als einziger meine Nähe suchte …

Erinnerst Du dich ...

Freier Geist

Bei den Urvölkern Europas galt der Vogel, weil er in den Lüften lebte, als Geist- und Spirit-Bringer. Die Luft wurde dem Mentalbereich zugeordnet da sie so wie unser Geist empfänglich und flüchtig ist. Wenn der Geist frei bleibt, dann kann er sich entfalten und wachsen und seine Grenzen kennt nur noch der unendliche Raum in dem er sich ergießt. Der offene Vogelkäfig symbolisiert für mich diese geistige Freiheit.

Niemals klang Freiheit süßer als aus dem Munde jener, die sie einst in Liedern besungen haben. Jedoch die Sklaverei hat nie aufgehört zu existieren. Sie hat sich nur gewandelt, so wie ihre Lieder die noch immer unser Herz berühren. Die körperliche Sklaverei haben wir noch bitter wahrgenommen, auf die geistige Sklaverei dagegen singen wir heute Loblieder und sogar auf die Sklavenhalter selbst.

In diesem Sinne, ... lasst den Käfig offen!

- Michel Skala -

Imagination

Mit seiner Vorstellungskraft schuf das Wesen Mensch eine Welt auf diesem Planeten, die es ihm ermöglichte zu überleben. Alle seine Imaginationen manifestierten sich in unsere Götter, Zivilisationen und Kulturen, Wissenschaft und Technik, Musik und Kunst und letztendlich auch in seinem magischen Wirken auf diese Welt.

Um geistige Freiheit zu erlangen und diese auch dauerhaft zu bewahren, perfektionierte dieses Wesen seine Grundfähigkeit willentlich Bilder im Kopf zu erschaffen. Diese geistige Evolution stagnierte in dem Augenblick, als wir zuließen, dass uns fremde Bilder im Kopf projiziert wurden. Fremde Bilder besitzen zwar eine bewegende Kraft in uns, nur ihr Wirken lässt unsere eigene Vorstellungskraft verkümmern.

Dabei ist die Imagination auch jene Kraft in uns, die dafür Sorge trägt, dass unsere bildlichen Vorstellungen den Weg zur Wirklichkeit finden. Wenn eines Tages unsere letzte Stunde auf diesen Planeten naht, dann ist sie es auch, die uns dem Tode entreißt und auf ein anderes Lichtband der Existenz trägt.

Imagination ist der magische und alles transformierende Teil unserer Existenz. Wenn wir diese Gabe verlieren, verliert unsere Spezies seine Freiheit auf diesen Planeten.

Sowie auch die letzte Freiheit …über den Tod zu bestimmen.

- MIchel Skala -

Frauen

Kein Mann auf dieser Welt ist der Wahrheit ferner, als jener, der glaubt die Frauen zu verstehen.

- Michel Skala -

Weg

Am Anfang unserer Wege, sehen wir, dass Sie überall hinführen und am Ende unserer Wege erkennen wir, dass sie nirgendwo hinführten. Alle Wege führen Nirgendwohin, nur der eine ist mit Herz, und trotz dessen, dass er nirgends hinführt, ist er es wert, seine volle Länge zu gehen.

- Michel Skala -

Kraft

Irgendwann erkennen wir, dass die an uns gestellten Aufgaben nicht die Hürden sind, und in einem kurzen Moment, einen Hauch des Atems, bevor unser Bewusstsein das Scheitern umarmt, bildet sich eine Kraft in uns, die uns über diese Aufgabe erhebt und dabei erkennen lässt … dass nur wir die Hürde waren.

- Michel Skala -

Erwachen

Wege ohne Ende und alle ungewiss.

Wohlgeglaubte Krümel der Sicherheit auf Scherben der Vergangenheit

... nett auf den Weg gestreut.

 

Deine Kraft, die sich im Raum zum stummen Schrei krümmt,

da das Ende der Erlösung niemals naht.

Der Weg, welcher gegangen, hinterlässt im Munde nur jenen Geschmack der fremden Bitterkeit

… weil er nie der deine war.

 

Der Weg ist nicht das Ziel, dieser ist nur eine Illusion,

da er sanft von außen deinen Kopf umschmeichelt.

Deshalb mache dich auf, dein Herz von Trauer zu befreien,

indem du es öffnest und mit anderen teilst und dabei,

der fremden Bitterkeit trotzend, in eine Zukunft gehst, die keiner kennt

... außer dein Herz, da es dem Unbekannten zutiefst verbunden ist.

 

Lass dein Herz erwachen, weil es neben all den Täuschungen des Kopfes diesem nicht mehr traut.

Und der Kopf, der traut dem Herzen nicht, da es ständig widersprüchlich spricht

... so widersprüchlich wie das Leben selbst.

 

Der Weg ist nicht das Ziel, das Erwachen im Herzen ist es !

- Michel -

Geduld

Geduld ist die Stille in uns bevor Bewegung nach außen erfolgt.

Und es ist auch der Raum in uns welcher uns vor Schäden schützt, die wir sonst so anrichten.

- Michel Skala -